Eucharistiefeier Fronleichnam in Griesingen

Am Hochfest Fronleichnam wurde der Gottesdienst aufgrund des regnerischen Wetters dieses Jahr in die Pfarrkirche St. Leodegar verlegt. Herr Pfarrer Danner zelebrierte die Messe in der mit Gläubigen sehr gut gefüllten Kirche. Die feierliche Stimmung wurde noch unterstrichen von dem mit Birkenbäumen geschmückten Altarraum und besonders geprägt von dem vor dem Altar ausgelegten Blumenteppich. Dieser bestand aus 30 kleinen quadratischen Blumenteppichen, die Familien aus den Gemeinden Griesingen und Rißtissen angefertigt hatten. Die verschiedenen Blumenbilder mit ihren unterschiedlichen Farben und Motiven, umrahmt von einem grünen Rahmen aus Blättern, fügten sich zu einer wunderschönen Komposition zusammen. Herr Pfarrer Danner ging in seiner Predigt auf den Ursprung und die Bedeutung des Hochfestes Fronleichnam ein. Die Besucher des Gottesdienstes erfuhren so, dass Fronleichnam auf eine Vision der Augustinernonne Juliana von Lüttich aus dem Jahr 1209 zurückgeht, die während eines Gebets einen schwarzen Fleck im Mond, der die Kirche symbolisiert, sah. Mit göttlicher Eingabe deutete sie dieses Zeichen so, dass ein Hochfest zur besonderen Feier der Eucharistie im Kirchenjahr fehlt. Papst Urban IV. führte als Folge dieser Vision im Jahre 1264 einen neuen Feiertag - das heutige Fronleichnam - ein. An Fronleichnam feiert die Kirche seitdem die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie. Schon wenige Jahre danach fanden die ersten Fronleichnamsprozessionen statt.

Der Kirchengemeinderat Griesingen dankt allen Familien, Ministranten und Kommunionkindern ganz herzlich für die Erstellung der Blumenbilder für den Blumenteppich.