Die seit 1959 unter Denkmalschutz stehende Friedhofskapelle wurde im Jahre 1858 als Rundbau erbaut, nachdem der Friedhof 1855 an seinem jetzigen Platz angelegt wurde. Zuvor befand er sich auf dem Kirchhof um die Kirche herum. 

Als Vorbild für die Öpfinger Friedhofskapelle soll eine solche auf einem Prager Friedhof gestanden haben. Die Kapelle wurde von Pfarrer Anton von Kaplan, einem wohlhabenden böhmischen Adligen und Inhaber eines königlich böhmischen Hausordens, gestiftet. Deshalb auch der Bezug zu der Kapelle auf einem Prager Friedhof.
Der Rundbau hat keine Fenster, stattdessen gelangt das Licht über eine sogenannte Laterne über der Kuppel in das Kapelleninnere. Der Turm mit Satteldach bildet die Vorhalle.

Die im Turm aufgehängte Glocke wurde im 2. Weltkrieg zum Einschmelzen abgeholt, wovon sie nicht mehr zurück kehrte. Nach dem Krieg konnte eine neue, aus privaten Mitteln gespendete Glocke wieder geweiht und in den Turm zurück gebracht werden. Im Zuge des Neubaus der Leichen- & Aussegnungshalle erhielt sie dort einen Platz, wo sie seither ihren "Dienst" versieht.

Um 1960 wurde eine umfangreiche Renovation notwendig, da die Kapelle zum 100jährigen Jubiläum durch einen Blitzeinschlag stark beschädigt war. Eine weitere, grundlegende Sanierung und Erneuerung der Außenfassade und vor allem des Kapellendaches stand 2009 an. Die Dachkonstruktion war durch das jahrelange Eindringen von Feuchtigkeit morsch geworden. Ebenfalls mussten in diesem Zuge die zu nahe an der Kapelle stehenden Birken gefällt werden, um die Austrocknung des Mauerwerkes zu gewährleisten. Seit der Fällung der "übermächtigen" Birken ist der Blick von allen Seiten wieder frei zur frisch renovierten Friedholfskapelle.

Im Innern des Rundbaues befindet sich in Mitte eine  Pietà mit der  Schmerzhaften Muttergottes, die ihren toten Sohn nach der Abnahme vom Kreuz auf dem Schoß trägt.

Die Innenrenovation erfolgte dann im Jahre 2011 durch 10 ehrenamtliche Helfer der Gemeinde.