Im 42 Meter hohen, von weitem schon sichtbaren Kirchturm der St. Martinuskirche hängen 5 Glocken.
Am Anfang war es ein einfacher, niedriger und schwerfälliger Turm mit den Maßen von 5,50 x 5,50 Meter. Den Aufbau des jetzigen schlanken Kirchturms ließ Pfarrer Kolbe im Jahre 1790 aus seinen eigenen Geldmitteln ausführen. Er geht von diesem Viereck in ein Achteck über, das durch Pilaster gegliedert ist. In den beiden oberen Etagen sind Blendbogennischen eingeschlossen. Den Abschluss bildet eine 10,20 Meter hohe Doppelkuppel mit einem Durchmesser von 5 Metern und einem Gewicht von ca. 8 Tonnen. Diese musste im Jahre 1963 abgetragen und durch eine neue, kupferbeschlagene in der gleichen Form ersetzt werden.
Ein einschneidendes Ereignis war die Nacht des 22. auf 23.04.1945. Um 1:30 Uhr wurden die beiden Donaubrücken von den Nationalsozialisten gesprengt, um die anrückenden amerikanischen Truppen aufzuhalten. Die Sprengladungen waren so dimensioniert und in ihrer Wirkung gerichtet, dass der Kirchturm hätte mit einstürzen müssen.
Dieses ist jedoch - Gott sei Dank - nicht eingetreten. Durch die Detonationen wurden "nur" die Dachziegel des halben Ortes und auch der Kirche beschädigt bzw. sind zu Boden gefallen.